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Berst- Press- Verfahren
Berstlining bei extrem großen Rohrdimensionen
Verfahrensbeschreibung Das Berst-Press-Verfahren ist eine Kombination zwischen zwei separaten Maschinen. In der Maschinengrube wird eine statische Zuglafette aufgebaut. In der Rohreinführgrube wird eine hydraulischen Pressstation installiert. Bei diesem Verfahren werden nur Kurzrohre verwendet , welche über eine hohe axiale Druckbelastung verfügen, wie z.B. Steinzeugvortriebsrohre. Beim Bersten der Altleitung wird die Berstkraft der statischen Zuglafette noch zusätzlich verstärkt um die Druckkräfte der Pressstation. Es erfordert jeweils ein stabiles Widerlager in jeder Maschinengrube und eine gute Abstimmung zwischen dem Bedienpersonal. Aufgrund der hohen Anforderung an die Maschinengruben sollten die Tiefbauarbeiten und Rohrerneuerungsarbeiten möglichst von der gleichen Firma durchgeführt werden, um Abstimmungsprobleme zu vermeiden
Verfahrensablauf In beiden Maschinengruben wird ein stabiles Widerlager errichtet. Vor allem für die hydraulische Pressstation muss die Maschinengrube höhen- und richtungsgenau gegenüber dem Altrohrniveau errichtet werden, damit die enormen Druckkräfte auf das Neurohr übertragen werden können. An dem ersten Neurohr wird vorne ein stabiler Druckübertragungsring befestigt welcher sich in der Berstaufweitung komplett abstützen kann und somit die Druckkräfte auf die Bersthülse überträgt. Dabei sind in der Regel die Neurohre nicht fest mit der Aufweitung verbunden, so das der Berstvorgang immer erst von der hydraulischen Pressstation ausgeht. Dieser axiale Druck muss immer höher sein als das Rohrgewicht und die vorhandenen Reibungskräfte. Erst danach wird die Zuglafette eingeschaltet. Sollten die Kräfte der Zuglafette nicht ausreichen kann jetzt sukzessiv der Druck über die Presse erhöht werden bis der Berstvorgang pro Rohrmodul abgeschlossen ist.
Einsatzbereiche Bei Querschnittsvergrößerungen um das 2-4 fache gegenüber dem Altrohr ist diese Verfahrensweise eine sichere Rohrerneuerung, weil der mögliche Krafteinsatz enorme Möglichkeiten bietet. Hierbei kann und muss der Freischnitt der Berstaufweitung möglichst gering gewählt werden, damit sich das Neurohr in der Bohrtrasse nicht auslenken kann. Dadurch erreicht man zusätzlich von vornherein eine hohe Verdichtung in der Leitungszone um das Neurohr! Darüber hinaus ist das Berst-Press-Verfahren die Variante für den Einzug von Kurzrohrmodulen mit großen Außendurchmessern und den daraus resultierenden hohen Einzelrohrgewichten wie z.B. Steinzeug-, Beton-, GFK-Vortriebsrohre. Hierbei können Kurzrohre von DN 200-1000 mm zum Einsatz kommen. Voraussetzung ist aber ein relativ geradliniger Trassenverlauf. Aufgrund der beidseitig nur relativ kurzen Baugruben empfiehlt sich der Einsatz vor allem bei beengten Verhältnissen wie z.B. in Innenstädten und großen Tiefenlagen. Insbesondere die Maschinengrube für die statische Zuglafette kann minimal sein, weil der Platzbedarf für die Bergung der Werkzeuge (Berstaufweitung) nicht zusätzlich vorhanden sein muss. In diesem Fall wird nach Ende der Berstmaßnahme die Zuglafette ausgebaut und mit Hilfe der hydraulischen Presse wird die Berstaufweitung über den axialen Druck auf den Rohrstrang in die Maschinengrube gedrückt. Somit ist man auf der Baustelle sehr variabel und kann sich den individuellen Baustellenbedingungen flexibler anpassen. Ein weiterer Vorteil ist der dadurch ermöglichte Einsatz von langen zylindrischen Berstaufweitungen, welche die Lagegenauigkeit des Neurohres wesentlich verbessern kann! Deswegen wird dieses Verfahren besonders bei Schadensbildern wie Lageverschiebungen durch starke Muffenversätze mit großem Erfolg eingesetzt. |

















































