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Dynamisches Berstlining
Ein konisch geformter Berstkörper (Bersthülse) wird mittels dynamischer Rammenergie durch die Altleitung geschlagen. Gleichzeitig wird die Neurohrleitung in den aufgeweiteten Kanal eingezogen.
Verfahrensbeschreibung Das Rohrerneuerungsverfahren Berstlining begann von der Entwicklungsgeschichte mit dem dynamischen Berstverfahren Mitte der 80. Jahre in England. Druckluftbetriebene Erdraketen wurden mit einem konischen Messerkopf versehen und von vorne mit einer Rohrsanierungs-winde durch die Altleitung gezogen, so das die Richtung für die Maschine immer vorgegeben wurde. Mit dynamischer Rammenergie wird das Altrohr zerstört und in das Erdreich verdrängt. Das Neurohr wird direkt an die Maschine, bzw. bei größeren Querschnitten an die Berstaufweitung angeschlossen.
Verfahrensablauf In der Zielgrube wird eine Rohrsanierungswinde aufgebaut. Anschließend zieht man mit einem Glasfiberstab das Windenseil bis in die Maschinengrube. Hier wird das Seil mit der dynamischen Berstmaschine verbunden. Das Windenseil übernimmt die Richtungsfunktion. Bei stark feuchten und nicht tragfesten Böden muss die Winde die Maschine auf „Zug" halten, damit die dynamische Rammenergie auf das Rohr/Boden übertragen werden kann. Druckluftschläuche verbinden die dynamische Berstrakete mit dem Kompressor. Ein maschinenseitig angeschlossener Schockabsorber sorgt für ein verbessertes Anspringverhalten auch über längere Distanzen. In Abhängigkeit der gewählten Berstaufweitung kann die Maschine in der Zielgrube oder bei größeren Neurohrquerschnitten in die Startgrube wieder zurückgezogen werden. Die Berstaufweitung wird immer im Schacht oder in der vorhandenen Zielgrube geborgen.
Einsatzbereiche Das dynamische Berstlining- Verfahren eignet sich für die Erneuerung von Freigefälleleitungen mit spröden Altrohrmaterialien wie Steinzeug, Beton, Faserzement in den Neurohrdimensionen ab DN 150 bis DN 600. Vor allem bei hochverdichteten, schwer verdrängbaren Böden besitzt die Einleitung der dynamischen Rammenergie große Vorteile gegenüber rein statischen Zugkräften. Deswegen wird dieses Verfahren z.B. im Deponiebereich noch sehr häufig angewendet, wo die Verdrängungskräfte aufgrund der hohen Überlagerung bis zu 50 Meter am höchsten sind. Des Weiteren kommt es bei Altleitungen zum Einsatz, welche teilweise oder ganz mit Beton umlagert sind. Die Haltungsstrecken sollten maximal 100-120 Meter sein, weil es ansonsten aufgrund der Druckluftschlauchlängen zu einem Druckabfall in der Maschine kommt, welches sofort die Leistung der Maschine herunterreguliert. Bei Abwasserleitungen im Grundwasserbereich und sandigen Böden sollte man auf den Einsatz dieses Verfahren verzichten, weil sich aufgrund der Erschütterung im Altrohrsohlenbereich Sand sammelt und die Maschine und damit das Neurohr langsam aufsteigt. Dadurch kann sich das Gefälle der Neuleitung nachteilig ändern.
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