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Statisch-Dynamisches Berstlining

(Hydropneumatisches Berstverfahren)

 

 

Kombination aus Dynamischem und Statischem Berstlining

 

Verfahrensbeschreibung

Das hydrodynamische Berstlining ist eine Kombination zwischen statischen Zugkräften und dynamischer Rammenergie.

In der Berstaufweitung wird eine druckluftbetriebene Ramme befestigt. An deren konischen Kopf befindet sich eine Zugöse. Die Verbindung zur statischen Zugmaschine erfolgt über ein dazwischen geschaltetes Dämpfungsglied. Dieses soll die Zugkette oder Seil vor übermäßigen Belastungen schonen, weil die Ramme während des kompletten Berstvorganges aus Sicherheitsgründen angeschaltet bleibt (Schwieriges Anspringverhalten bei den sehr langen Schlauchlängen und dem damit verbundenen Druckverlust vorne an der Maschine)

 

Verfahrensablauf

Die Vorbereitungen für die statische Zugmaschine ist die gleiche wie beim normalen statischen Berstlining. Allerdings muss zwischen der Bersthülse mit Luftramme ein zusätzliches Dämpfungsglied eingebaut werden, weil ansonsten die enormen dynamischen Rammkräfte die Kette beschädigen könnte. Nur bei dem Einsatz eines Seiles entfällt die Notwendigkeit eines solchen Dämpfungsgliedes. Die Luftramme wird mit einer zusätzlichen Winde (Seilburster) in den neuen Rohrstrang eingezogen, bis Sie mit Ihrer konischen Spitze in der ebenfalls konischen Bersthülse liegt. An der Luftramme sind entsprechend der Einzugslänge des Neurohres und der maximalen Entfernung zum Kompressor Luftschläuche befestigt. Ein zusätzliches Schockventil staut die Luft an der Ramme bis ca.4,5 bar. Steigt der Luftdruck über diesen Wert fängt der Kolben in der Luftramme zu arbeiten. Da die Berstgeschwindigkeit zwischen der statischen Zuglafette und dynamischer Luftramme nicht immer gleich ist, wird die Luftramme grundsätzlich nur mit Minimalenergie gefahren. Sollten die statischen Zugkräfte nicht ausreichen wird die Luftmenge an der Ramme entsprechende der Bedürfnisse langsam erhöht. Dieses erfordert von der Bedienungsmannschaft große Erfahrung.

 

Einsatzbereiche

Das hydropneumatische Berstlining-Verfahren wurde für Rohrerneuerungsvorhaben entwickelt wo extreme Bedingungen vorherrschen. Hierzu zählt in erster Linie das Bersten von Drainage- und Entsorgungsleitungen in Deponiekörpern, wo teilweise Auflasten bis zu 50 Meter vorherrschen. Des weiteren besitzt dieses Verfahren seine Vorteile bei nicht standfesten Böden (z.B. kiesige Böden, Kleiböden) wo hohe Reibungskräfte auf dem Rohr wirken. Dadurch das die Luftramme permanent arbeitet ist das Neurohr immer in Bewegung (Überwindung des Trägheitsmomentes welches ansonsten beim rein statischen Bersten bei jedem Hub neu überwunden werden muss).

Dynamische Rammenergiekräfte haben vor allem dort Ihre Vorteile, wo hohe Kräfte zum bersten des Altrohres erforderlich sind (z.B. Betonrohre mit Glockenmuffe) und wo der Boden extrem hoch verdichtet und schlecht zu verdrängen ist. Dies trifft auch auf Sandböden zu, welche sehr „gleichkörnig" gelagert sind. Bei Bodenarten, welche leicht zu verdrängen sind, aber eine hohe Reibungskraft auf das Neurohr ausüben, kann diese Kombination vor allem bei großen Rohren mit dementsprechender Rohrfläche einen entscheidenden Vorteil haben.

Dagegen steht der außergewöhnlich hohe technische Aufwand, welche nur Spezialfirmen in der Lage auf dem Sanierungsmarkt anzubieten mit dementsprechender Erfahrung bei dem Bedienpersonal.

 

 

 

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