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Tight In Pipeeng im Altrohr
Leitungserneuerung mit eng im Altrohr liegenden Neurohr
Verfahrensbeschreibung Das Tight In Pipe (TIP) Verfahren ist von der Verfahrensanwendung sehr artverwandt mit dem Kaliberberstlining und wird eingestuft als ein Reliningverfahren ohne Ringraum. Im Unterschied zum Kaliberberstlining werden Rohrdimensionen eingebaut, welche nur geringfügig kleiner sind als die Nennweite des Altrohres (z.B. DA 290 beim Altrohr DN 300). Verfahrenstechnisch resultieren daraus wesentlich höhere Reibungskräfte auf dem Rohrstrang, so das der Einsatz des TIP-Verfahrens sich auf nur leichte Schadensbilder begrenzt (Rissbildung, leichte Muffenversätze) und folglich dessen hauptsächlich auf kurze Haltungen (Rohrdimensionsabhängig) von Schacht zu Schacht bis ca. 60 Meter empfiehlt. Der Altkanal muss nach dem Einbau keine statischen Funktionen übernehmen, weil die Neurohre alleintragend sind (eigene Statik). Hausanschlüsse können im geschlossenen Verfahren eingebunden werden. Der faltenlose Rohreinbau ermöglicht ein qualitativ einwandfreies Neurohr mit hohen Abschreibungszeiten.
Verfahrensablauf Die Technik für den Rohreinzug ist fast identisch mit der Kaliberbersttechnik. Trotzdem sind verfahrenstechnisch einige kleine Besonderheiten zu berücksichtigen, um den problemlosen Rohreinzug zu garantieren.
Einsatzbereiche Das TIP- Verfahren bietet sich nicht nur alternativ zum Schlauchrelining an, oder als sinnvolle Ergänzung für die bekannten Verformungsverfahren C-Liner/U-Liner wenn viele kurze Haltungen zu sanieren sind. Aufgrund der einfachen und sicheren Technik, kurzen Rüstzeiten auf der Baustelle, schnelle Verfahrenstechnik wird dieses Verfahren immer mehr ausgeschrieben. Vor allem kleine Sanierungsbaustellen, im Extremfall Einzelmaßnahmen (20-50 Meter) können sehr wirtschaftlich durchgeführt werden. Grundsätzlich ist das TIP-Verfahren von DN 150-DN 400 aus Schächten (1m) durchführbar. Darüber hinaus bis DN 500 ist der Einbau der Kurzrohre aus Gruben zu empfehlen. Sowohl Kurzrohre (HDPE, PP-HM, GFK) als auch geschweißte Rohrstränge aus HDPE/PP-HM Material kommen als Neurohre zum Einsatz. - Aufgrund der hohen Reibung auf dem Neurohr Beachtung der zul. Zugkräfte Hinsichtlich der vorhandenen Altrohre lassen sich Steinzeugrohre mit einer glatten Innenglasur leichter sanieren als korrodierte Betonrohre. Bei letzteren ist mit erhöhten Reibungskräften auf dem Neurohr zu rechnen, welches bei der Sanierungsplanung berücksichtigt werden sollte. Besonders Abwasser/Regenwasserkanäle in schwierigem Bauumfeld (z.B. Hanglagen, Altstädte mit schmalen Straßen) können aufgrund der modular aufgebauten Einziehtechnik, welche notfalls mit 2-3 Bedienungsleute tragbar sind, erfolgreich saniert werden. Weitere Anwendungsgebiete sind Abwasserleitungen, welche überbaut sind wie in Industriehallen, weil das TIP-Verfahren eine hohe Verfahrenssicherheit leistet. |

















































