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Kanalerneuerung von Stahlbeton-umhüllten Steinzeugrohren Print E-mail
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Erstmals in Deutschland gelungen!

 

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Ausgangslage: Steinzeugkanal mit Betonummantelung


Kanalerneuerung von Stahlbeton-umhüllten Steinzeugrohren im Berstliningverfahren.

Auftraggeber:

Infraserv GmbH Co. Höchst KG
Tiefbau
GF Entsorgung


Auftragnehmer :

Siegfried Sommer
Bauunternehmen
Im Höfchen 7
35685 Dillenburg

Haltung und Altrohr:

Leitungsart: Freispiegelleitung
Lage unterhalb eines in Beton umhüllten Kanals DN 600 aus PE HD.
Material:

Steinzeugrohre DN 200 mit Stahlbetonummantelung
Einziehlänge: 33 m
Tiefe der Rohrleitung
ca. 4 m

Bodenverhältnisse:

Sand- bis kiesiger Boden


Neurohr:

PE HD Kurzrohrmodule
Typ SL , DA 280 X 15,0 mm,
0,60/0,70 m lang.

 

Aufgabenstellung:

 

Vergrößern eines Abwasserkanals DN 200 auf DN 250 mm.

In einer Sammlerleitung DN 250 war noch eine Haltung von ca. 33 m in der NW DN 200 vorhanden. Aus hydraulischen Gründen sollte dieser Engpaß beseitigt werden. Auf Grund der schwierigen äußeren Umstände, sollten diese Arbeiten im Berstlingverfahren durchgeführt werden. Ausführungsform: Von Schacht zu Schacht. Beim ersten Einzugsversuch stellte sich heraus, dass die Kanalleitung mit einem hochwertigen Stahlbeton umhüllt war. Das veränderte die Aufgabenstellung total. Um diese Aufgabe lösen zu können, wurde eine Einzugsgrube für die Berstmaschine benötigt.

 

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Aufweitung und PE Kurzrohrmodule Typ SL

 

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Zuglafette mit 80 to Zugkraft

 

Zusätzlich musste ein neuer Schneidkopf für Stahlbeton entwickelt und gebaut werden. Dieses Messer wurde gemeinsam von den Firmen RBS und Sommer entwickelt und gebaut. Mit dieser echten Neuentwicklung sollte nun der Scheidversuch gewagt werden. Das Messer wurde im Schacht eingebaut und der Schneidversuch konnte beginnen. Die Erleichterung war groß als das Messer langsam im Beton verschwand. Auf Grund der benötigten Ziehkräfte, von ca. 55 bis 65 to, wurde sofort klar, dass das Aufweiten und der Rohreinzug in einem zusätzlichen Arbeitsgang erfolgen musste. Nach ca. einer Stunde hatten der Grundoburst und das neue Betonmesser Ihre Aufgaben mit Bravour gelöst.

 

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Das Betonmesser kurz vorm Durchbruch

 

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Blick von der Maschinengrube ins aufgeschnittene Rohr

 

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Blick vom Schacht : Warten auf das Berstgestänge

 

Der nächste Arbeitsgang war das erneute Einschieben des Berstgestänges von der Maschinengrube bis in den Schacht. Die gestaltete sich überaus schwierig, da der Kanal nach dem Schneiden teilweise zusammengefallen war. Nun konnte der Rohreinzug beginnen. Für das Aufweiten des Kanals mit einer Aufweitung DA = 320 mm wurden ca. 60 to Zugkraft benötigt. Der Rohreinzug ging zügig voran und konnte mit Erfolg abgeschlossen. Die Bauleitung der Infraserv Edmund Klein und Martin Klees waren hocherfreut, dass dieses schwierige Projekt erfolgreich abgeschlossen werden konnte und ein neuer hochwertiger und wartungsarmer Kanal aus PE-HD für viele Jahrzehnte einsatzbereit ist.

 

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Das Berstgestänge ist bereit für den Rohreinzug

 

 

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Der Kanal ist wieder in Betrieb. Alle Verbindungen und Anschlüsse sind montiert.

 

 

Autor:

Siegfried Sommer

 

Dieses Dokument ist entstanden in Zusammenarbeit der Mitglieder im InfoCenter Berstlining e.V.

 

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